Nach dem Urlaub fällt es manchmal besonders auf.
Wir kommen zurück aus einer Zeit, in der vieles anders war. Vielleicht haben wir länger geschlafen, mehr Zeit draußen verbracht, bewusster gegessen, uns mehr bewegt oder einfach weniger auf die Uhr geschaut.
Und dann beginnt er wieder: der Alltag.
- Termine
- Arbeit
- Schule
- Haushalt
- Verpflichtungen
Der Wecker klingelt wieder früher und ziemlich schnell sind wir zurück in unseren gewohnten Abläufen.
Aber müssen wir eigentlich genauso in unseren Alltag zurückkehren, wie wir ihn verlassen haben?
Alltag ist nicht die Zeit zwischen den schönen Momenten
Wir freuen uns auf das Wochenende, auf den nächsten freien Tag, auf den Urlaub oder auf besondere Erlebnisse.
Dabei besteht unser Leben zum größten Teil aus ganz normalen Tagen.
Genau deshalb lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen:
Wie möchtest Du Dich an diesen Tagen fühlen?
Denn unser Alltag ist nicht einfach etwas, das erledigt werden muss, damit danach wieder das schöne Leben beginnen kann.
Er ist unser Leben.
Natürlich können wir nicht jeden Tag frei gestalten. Wir haben Verpflichtungen, müssen arbeiten, uns um andere Menschen kümmern und Dinge erledigen, auf die wir nicht immer Lust haben.
Aber wir können beeinflussen, wie wir diesem Alltag begegnen.
Wie startest Du in Deinen Tag?
Oft beginnt der Alltag schon im ersten Moment mit Tempo.
- Wecker
- Handy
- Nachrichten
- Aufstehen
- Fertigmachen
- Los
Dabei können schon wenige bewusste Minuten einen Unterschied machen.
- Ein Kaffee oder Tee in Ruhe.
- Ein paar Minuten am offenen Fenster.
- Eine kurze Meditation.
- Ein Frühstück, das Dir guttut.
- Ein paar tiefe Atemzüge, bevor Du das Haus verlässt.
Nicht jeder Morgen braucht eine perfekte Morgenroutine.
Es geht vielmehr darum, kleine Momente zu finden, in denen Du nicht nur funktionierst, sondern bewusst da bist.
Was gibt Dir im Alltag Energie?
Wir merken oft sehr schnell, was uns Kraft kostet.
Aber wissen wir genauso genau, was uns Energie gibt?
Das können ganz einfache Dinge sein.
- Bewegung
- Natur
- Musik
- Ein gutes Gespräch
- Ruhe
- Gesundes Essen
- Meditation
- Yoga.
- Sonne
- Ein Spaziergang
- Ein Mensch, mit dem Du lachen kannst.
Je besser Du weißt, was Dir guttut, desto leichter kannst Du solche Dinge bewusst in Deinen Alltag holen.
Nicht irgendwann, wenn wieder mehr Zeit ist, sondern jetzt.
Und was sagt Dein Körper dazu?
Auch unser Körper begleitet uns durch diesen Alltag und gibt uns ständig Rückmeldung.
- Müdigkeit
- Anspannung
- innere Unruhe
- das Gefühl, dass die eigenen Reserven kleiner werden
All das können Hinweise darauf sein, einmal genauer hinzuschauen.
Brauche ich gerade Ruhe?
Bewegung?
Schlaf?
Etwas zu essen?
Frische Luft?
Eine Pause?
Oder einfach fünf Minuten, in denen niemand etwas von mir möchte?
Auf den eigenen Körper zu hören bedeutet nicht, dass wir jedem unangenehmen Gefühl sofort ausweichen müssen.
Es bedeutet, wahrzunehmen, was gerade da ist und bewusst damit umzugehen.
Kleine Rituale können viel verändern
Oft denken wir, wir müssten unser Leben grundlegend verändern, damit es uns besser geht.
Dabei können gerade kleine Dinge im Alltag besonders wertvoll sein.
- Ein Spaziergang nach der Arbeit.
- Das Handy beim Essen weglegen.
- Abends ein paar Minuten Stille.
- Ein Gespräch mit einem Menschen, der einem guttut.
- Oder eine kleine tägliche Routine, die längst ganz selbstverständlich zum eigenen Alltag gehört.
Für mich ist eine solche Routine inzwischen der Zunderschwamm. Er gehört zu den Dingen, die ich regelmäßig in meinen Alltag integriere und die mich immer wieder daran erinnern, bewusst darauf zu achten, was meinem Körper guttut.
Spannend finde ich, was daraus manchmal ganz nebenbei entsteht.
Seit ich meinen Mixbecher häufiger mitnehme und meinen Zunderschwamm auch unterwegs zubereite, werde ich immer wieder darauf angesprochen. Menschen sehen den Becher, werden neugierig und fragen mich, was ich da eigentlich trinke.
Und plötzlich entsteht ein Gespräch über Gesundheit.
Über den Zunderschwamm, aber auch darüber, was wir selbst im Alltag für unser Wohlbefinden tun.
Ich mag diese Begegnungen, weil sie zeigen, dass Gesundheit gar kein großes, kompliziertes Thema sein muss. Manchmal beginnt die Beschäftigung damit durch etwas ganz Alltägliches, das wir bei einem anderen Menschen beobachten.
Und vielleicht entsteht daraus die Frage:
Was tue ich eigentlich regelmäßig für mich und meinen Körper?
Es geht dabei nicht darum, immer noch mehr Punkte auf eine ohnehin volle To-do-Liste zu setzen.
Und auch nicht darum, jeden Tag alles richtig zu machen.
Viel wichtiger ist es, immer wieder wahrzunehmen:
Was tut mir gut?
Was brauche ich gerade?
Was möchte ich ganz selbstverständlich in meinen Alltag integrieren?
Denn häufig sind es nicht die großen Veränderungen, die unseren Alltag verändern.
Es sind die kleinen Entscheidungen, die wir immer wieder treffen.
Warte nicht auf den nächsten Urlaub
Urlaub darf etwas Besonderes sein.
Aber Erholung, Freude, Genuss, Ruhe und das Gefühl, wirklich bei sich zu sein, sollten nicht ausschließlich dort stattfinden.
Gerade nach der Urlaubszeit können wir uns fragen, was wir davon mit in unseren Alltag nehmen möchten.
Nicht unbedingt die langen Tage am Meer oder das Ausschlafen bis in den Vormittag.
Sondern die Aufmerksamkeit für den Moment.
- Das langsamere Tempo.
- Das bewusste Genießen.
- Die Erkenntnis, dass unser Wohlbefinden nicht erst im nächsten Urlaub wieder wichtig werden darf.
Denn am Ende verbringen wir viel mehr Zeit in unserem Alltag als außerhalb davon.
Deshalb lohnt sich eine ganz einfache Frage:
Wie möchtest Du Deinem Alltag begegnen?
Und was kannst Du heute tun, damit sich nicht nur Dein nächster Urlaub, sondern auch ein ganz gewöhnlicher Mittwoch ein bisschen mehr nach Deinem Leben anfühlt?
